
I.
Ich habe Florian auf einer unserer Veranstaltungen kennengelernt. Es war eine Kundgebung gegen diesen grotesken Windpark, der da zwischen die Felder gepflanzt werden sollte. Völlig überdimensioniert, überteuert, übergriffig. Die Leute vor Ort wurden nicht gefragt, wie so oft. Da stellt sich der Bagger hin, und die Demokratie kommt nachträglich per Mitteilungsblatt. Wir waren vor Ort. Laut, aber friedlich. Florian stand etwas abseits, ein Mann wie viele: unscheinbar auf den ersten Blick, aber mit wachem Blick. Einer, der gerade begreift, dass etwas nicht stimmt. Nicht nur mit dem Windrad, sondern mit dem ganzen Kurs, den dieses Land nimmt.
Er kam nach der Rede auf mich zu. Sagte, er sei eigentlich nie politisch gewesen. Nie demonstrieren gegangen, nie Parteimitglied gewesen, nie radikal. Aber irgendetwas habe sich verändert. Nicht nur draußen, auch in ihm. Ich höre das oft in letzter Zeit. Es sind nicht mehr nur die „Überzeugten“, die zu uns kommen. Es sind die Stillen. Die, die sich lange nichts gedacht haben, aber jetzt anfangen zu fühlen, dass sie allein sind mit ihrem gesunden Menschenverstand.
II.
Es muss Schluss sein mit diesem linken Woke-Diktat. Schluss mit Sprachregelungen, Gendersternchen, Klimapanik und dieser identitären Schuldumkehr. Wer heute morgens sagt, dass er noch gern Auto fährt, ist verdächtig. Wer an seiner Heimat hängt, gilt als Nationalist. Wer sagt, dass Jungen und Mädchen unterschiedlich sind, wird als biologistisch abgestempelt. Ich frage Sie: Ist das noch frei? Oder ist das schon ideologisch durchzogen?
Diese Denkverbote fressen sich in alle Lebensbereiche. Medien, Schule, Kultur. Selbst im Sport müssen wir jetzt diskutieren, wer sich wie fühlt und nicht mehr, wer Leistung bringt. Es ist ein Irrsinn, der unter dem Deckmantel von Fortschritt alles Althergebrachte zu etwas macht, das man nur noch flüsternd verteidigen darf.
III.
Die Altparteien haben alle versagt. Ob CDU, SPD, FDP oder die grüne Verbotspartei – sie alle haben den Kontakt zum Volk verloren. Sie reden nur noch untereinander. In Talkshows, in Tagungsräumen, in Parteitagsreden. Aber nicht mit den Menschen. Nicht mit denen, die früh um fünf aufstehen. Die ihre Rechnungen kaum noch zahlen können. Die Angst haben, dass ihr Kind in der Schule nichts mehr lernt außer Vielfalt und Veganismus.
Jetzt wacht das Volk auf. Nicht auf einen Schlag, aber in Wellen. Die Leute fragen sich: Warum dürfen wir nicht mehr sagen, was wir denken? Warum soll unser Leben ständig umgekrempelt werden, obwohl es doch funktioniert hat? Warum werden unsere Kinder mit Schuldgefühlen aufgezogen? Wir geben Antworten. Klar, einfach, aufrecht. Und wir verstecken uns nicht hinter Worthülsen.
IV.
Migration? Ja. Ich sage es offen: Sie ist die Mutter aller Probleme. Wir haben nicht zu wenig Platz, wir haben zu wenig Ordnung. Zu wenig Kontrolle. Und zu viele, die glauben, das alles sei ein grenzenloses Projekt. Wer in unsere Sozialsysteme kommt, muss bereit sein, sich anzupassen. Aber was sehen wir? Parallelgesellschaften. Clankriminalität. Integrationsverweigerung. Ich weiß, das darf man so nicht sagen. Aber ich sage es. Weil es wahr ist.
Und wer es wagt, Zahlen zu nennen, wird als Hetzer abgestempelt. Dabei spricht die Realität für sich. Die Menschen sind nicht dumm. Sie sehen, was vor ihrer Tür passiert. Sie spüren die Veränderung in ihrer Straße, in den Schulhöfen, in den Arztpraxen. Und sie ziehen ihre Schlüsse.
V.
In unserem Ort setzen wir inzwischen die Themen. Wir haben im Gemeinderat eine starke Fraktion, ja. Aber das Entscheidende passiert im vorpolitischen Raum. Unsere Veranstaltungen sind gut besucht. Wir organisieren Stammtische, Nachbarschaftshilfen, Lesekreise. Wir sind da, wo andere fehlen. Wir bieten, was fehlt: Zugehörigkeit. Klarheit. Und Haltung.
Viele merken jetzt erst, wie sehr sie sich allein gefühlt haben. Wir holen sie ab. Nicht als Retter. Sondern als Mitstreiter. Florian ist einer von ihnen. Kein Lauter, aber ein Standhafter. Einer, der verstanden hat, dass es Zeit ist, sich zu positionieren.
VI.
Ich lehne Gewalt ab. Natürlich. Aber die Jugendlichen sind eben wütend. Was sollen sie denn tun, wenn sie nirgendwo hin dürfen mit ihrer Wut? Sie haben keine Stimme. Keine Vorbilder. Nur noch Verbote, Zwänge, Empörungskultur. Wenn dann mal ein Plakat brennt oder eine Scheibe splittert, ist das nicht schön, aber es ist ein Zeichen. Ein Symptom. Nicht die Krankheit.
Unsere Aufgabe ist es, das zu kanalisieren. In Bahnen zu lenken. Politische Kraft zu formen aus Emotion. Das ist nichts Gefährliches. Das ist Demokratie. Nur eben mit anderen Mitteln.
VII.
Die Zeiten des Schweigens sind vorbei. Wer heute schweigt, macht sich mitverantwortlich. Wir sind keine Randerscheinung mehr. Wir sind die Stimme der Normalen. Und jeden Tag werden wir ein wenig mehr.
Florian hat das erkannt. Und viele andere auch. Die Geschichte ändert sich nicht von oben. Sie beginnt unten. Mit Menschen, die den Mut haben, zu sagen: So nicht mehr.




